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Aufbaulehrgang Fels in den Lienzer Dolomiten im August 2011

Von unserem angehenden Fachübungsleiter Patrick Nacke erreicht uns ein Bericht aus seinem Aufbaulehrgang Fels, der  nachdrücklich auch  alpine Gefahrensituationen schildert: 

Um mich noch ein wenig auf den Lehrgang vorbereiten zu können, reiste ich mit einer Kursteilnehmerin schon ein paar Tage früher an. Die erste Nacht schliefen wir auf der Dolomithütte (1.602 m) wohin man direkt mit dem Auto  fahren kann
Am folgenden Freitag wanderten wir nach einem reichhaltigen Frühstück von der Dolomithütten (1.602 m) über den Rudl-Eller-Weg zur Karlsbaderhütte (2260 m). Am Nachmittag ging es mit Maren und Rene (Kursteilnehmer) noch in den Klettergarten „Vergessene Welt“!

Am nächsten Tag machten Maren und ich in einer Zweierseilschaft die Egerländerkante in der kleine Laserzwand (3+ 750m 19 SL). Anschließend stiegen wir zur Hütte ab, wo wir uns noch ein wenig auf den Lehrgang vorbereiteten.

Am Sonntag ging es von der Karlsbaderhütte (2260 m) über den Seekopf Klettersteig (B/C) auf den Seekofel (2744m). Am Nachmittag holten wir den Schlaf nach, den wir in der Nacht wegen dem Sektionsfest nicht bekommen haben. Am Abend ging der Lehrgang los. Vorstellungsrunde und Übersicht über die Woche!

Am Montagmorgen kletterten wir mit der Umweltreferentin und den Bergführern in Dreierseilschaften die Egerländerkante in der kleine Laserzwand (3+ 750m 19 SL). Nach dem ersten Schock, Steinschlag, die Umweltreferentin wurde leicht an der Hand verletzt, lief es rund. Im Zustieg, auf dem Gipfel und im Abstieg trugen wir unsere Umweltvorträge vor.

Den nächsten Tag verbrachten wir im Umfeld der Hütte. Dor bereiteten wir uns auf die Lehrübungen vor und hielten sie auch ab.

Am Mittwoch ging es wieder zur Laserzwand. Hier durchstiegen  wir den Laserz Klettersteig (Schwierigkeit D). Dort wurden wir in Bergungsmethoden unterrichtet, bis uns laute Schreie erschreckten:

In der Nachbarwand waren Kletterer abgestürzt. Da einer unser Bergführer auch Ausbilder der Flugretter war, konnten wir über Funk mithören und von weitem sehen, wie eine Hubschrauberbergung vonstatten geht. Als wir auf der Karlsbaderhütte (2260 m) zurück waren, erfuhren wir, dass ein Kletterer schwer verletzt und der andere unverletzt gerettet worden waren. 

Der nächste Tag stand im Zeichen der Lehrproben, die Bestanteil der Prüfung war. Am Morgen hatten wir 2 Stunden zur Vorbereitung. Danach wurden die Lehrproben gehalten.

Freitag, der letzte Lehrgangstag: am Morgen eine Klettertour die Bügeleisenkante (4(3+/A0) 465m 12 SL), am Nachmittag Auswertung der Woche und Einzelgespräche mit den Bergführern. Alle haben bestanden! Abends gemütlicher Ausklang des Lehrgangs.

Am Samstagmorgen stiegen wir noch zusammen ab und fuhren dann nach Hause. 

Patrick Nacke